Seßlach, ein Crop und ein Wochenende für alle Sinne, Teil 2

Ich muss euch enttäuschen, bevor ich euch etwas kreatives und Bilder vom eigentlichen Crop in Seßlach zeige, müsst ihr euch noch einen Post gedulden.


In meiner Verantwortung lag es ein Quartier für Beate, Simone und mich zu finden. Martina hatte uns im Vorfeld eine Auflistung mit möglichen Übernachtungsmöglichkeiten zukommen lassen. Darauf stand auch eine kleine Pension und für diese habe ich mich auch entschieden.

Eines steht fest, es war definitiv die richtige Entscheidung.



Unsere Pension liegt mitten in der Altstadt von Seßlach und das Haus wurde 1556, ja genau 1556 erbaut. Dieses Bild zeichnete ein Gast des Hauses.

Und so sieht es in Natura aus und ich finde der Maler des Bildes hat das Haus wirklich gut getroffen.
Was könnte so ein Haus wohl alles erzählen, wer hat hier in den vielen Jahrhunderten gelebt. Fragen über Fragen, die einem sofort in den Kopf schießen.
Doch die eigentliche Überraschung sollte erst noch kommen.


Nach dem die Mutter des Besitzers uns das Haus aufgeschlossen hatte, übrigens eine sehr patente ältere Dame, traten wir in eine andere Welt und wir fühlten uns sofort in eine andere Zeit versetzt.

Was wir nicht erahnt und uns auch nicht erträumt haben lassen, das Haus ist nicht nur alt, nein, sein Inventar gleicht einem Museum und der erste Blick ist nicht in der Lage alles zu erfassen und aus dem Staunen heraus zu kommen.

Liebevoll zusammen Getragenes und manches auch sicher schon seit vielen Generationen in Familienbesitz. Für mich persönlich das erstaunlichste war, das wir als Gäste komplett in das Haus integriert waren, d.h. auch der Besitzer lebt mit in diesem Haus.
Wir hatten zwar jeder einen Schlüssel, aber nicht für unser Zimmer, sondern für das Haus.


Unsere Zimmer waren ganz oben, also stiegen wir auf, vorbei an der Ahnengalerie, die wirklich beeindruckend war und ich finde es immer sehr schön, wenn man so viel über seine Vorfahren weiß und die Familiengeschichte zurückverfolgen kann.


Jeder der wie ich ein Bücherwurm ist, träumt wohl von einer schönen Bibliothek. Diesen Raum und seine Atmosphäre kann ich auf dem Bild und in Worten nicht wieder geben. Eine alte Holzdecke, wunderschöne alte Möbel, der Rauch der letzten Zigarre und unendlich viele alte Bücher, Schätze der Geschichte. Das Reich des Hausherrn.


Der Blick von der Treppe gibt den Blick frei in die Eingangshalle mit seinem Kamin und überall finden sich wunderschöne Stücke aus verschiedenen Epochen und Ländern.


Wir wollten am Morgen um Acht frühstücken und als wir die Treppe herunter kamen, brannte bereits der Kamin und sorgte für eine angenehme wärme in dem alten Gemäuer.


Im "rosa Salon" wartete ein gedeckter Frühstückstisch und Kerzenschein auf uns. 
Der Hausherr, ein Mann der alten Schule, glänzte durch Charme und unaufdringliche Höflichkeit und das trotz eines schweren Schicksalsschlages, den er vor kurzem erlitten hat.

Wir drei konnten uns gut vorstellen, wie sich früher Herrschaften gefühlt haben. Simone wollte gar nicht mehr aufstehen, sondern einfach nur alles in Ruhe genießen.


Alles stimmte einfach bei diesem Frühstück und in diesem Raum. Ich war einfach nur begeistert und wirklich angetan. Diese kleine Pension und dieses Haus steckten einfach voller wunderbarer Überraschungen und Details.


Mein Blick vom Frühstückstisch ging in den "Spiegelsalon". Dieser Raum heißt natürlich nicht so, aber ich finde den Namen einfach passend.


Doch mein Lieblingsraum war die Küche. Nicht das ich dort gekocht habe, aber das es noch so eine Küche gibt und diese auch noch voll genutzt wird, finde ich einfach nur fantastisch und wünsche mir im Stillen, das es noch lange so bleibt.


Dieses Bild ist für alle, die ich jetzt neugierig gemacht habe und die wie wir eine Schwäche für historisches, ein besonderes Ambiente, einen Blick für die kleinen Dinge haben und diesen wundervollen und einzigartigen Charme des Hauses selbst erleben wollen.

Ich kann die Pension Winkler in Seßlach wirklich nur empfehlen, ein kleines aber sehr besonders Haus. Ob nun Crop oder nicht Crop, Seßlach und seine Umgebung und vor allem diese Pension sind eine Reise und ein Erlebnis wert.

Ich weiß nicht, ob es im nächsten Jahr wieder einen Crop gibt,(ich hoffe es sehr) aber ich weiß, das ich auf jeden Fall wieder Gast in Seßlach und in der Pension sein werde.

Auch auf die Gefahr hin, das ich jetzt ausgelacht werde, aber als ich am Abend des zweiten Tages im Bett lag, habe ich mir wirklich überlegt, welche Art von Album ich baue, damit ich diese vielen und wundervollen Bilder von einem einzigen Wochenende unterbringen kann. Denn ihr seht hier wirklich nur einen Bruchteil der Bilder.





Kommentare

  1. Haha, Lydia die Albenkönigin! Das glaube ich dir aufs Wort, dass du über ein Album gegrübelt hast. Aber die Küche ist wirklich der Hammer! Allein die Fliesen vom Fußboden....Kupferkochgeschirr und die schöne Tischgruppe. LG Anke

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Lydia danke für den Bericht. Da fühl ich mich gleich wieder nach Sesslach versetzt, und das Prizessinnengefühl kommt hoch. Die Küche habe ich jetzt auf den Bildern erst einmal richtig gesehen.... da würde ich auch kochen :-) LG Simone

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Lydia, ein sehr schöner Bericht, da bekommt man selber Lust dort einzukehren und noch recht viel zu entdecken. LG Dörte

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Lydia, tolle Bilder und wunderschöne Pension. Das ist wirklich was besonderes :0)
    LG Kristin

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

3. Schlossweihnacht in Graupa

Mini-Album aus Briefumschlägen

2. Schlossweihnacht in Graupa