Pflaumentoffel

Oder auch alle Jahre wieder.

Wenigstens ein Bummel über den Dresdner Striezelmarkt muss sein. Heute war es soweit, auch wenn das Wetter nicht besonderes war und tausende Touristen in der Stadt den gleichen Gedanken hatten.

Also rein in den menschlichen Ameisenhaufen und nach dem ersten Glühwein, sah ich auch gleich alles etwas entspannter.

Ach ja, der Pflaumentoffel, er erinnert mich immer an meine Kindheit und die wunderbare Vorweihnachtszeit und das es immer etwas ganz besonderes war, wenn ich von meiner Oma einen Pflaumentoffel (natürlich zum selber zusammen bauen) vom Dresdner Striezelmarkt bekam.


Für alle, die den Pflaumentoffel nicht kennen;

Der Pflaumentoffel ist eine nach dem Vorbild eines Schornsteinfegers, der aus ca. 14 getrockneten oder gebackenen Pflaumen, Holzstäbchen, einer bemalten Papierkugel als Kopf, einem Pappzylinder als Kopfbedeckung, einem Schulterumhang und einer Leiter aus Papier, die mit Metallfolie bezogen sind.

Erste Belege für den Pflaumentoffel als „Männlein aus Backpflaumen“ gibt es von Weihnachten 1801.
Im 19. Jahrhundert waren es wiederum Kinder, die „Striezelkinder“, die, mit einem Bauchladen ausgestattet, selbstgebastelte Pflaumentoffel auf sächsischen und erzgebirgischen Weihnachtsmärkten anboten.

Für mich war es immer ein besonderer Moment, wenn ich die Teile in den Händen hielt und meinen Pflaumentoffel zusammensetze.


Egal, ob man nun den Dresdner Striezelmarkt mag oder nicht, er ist offiziell immerhin der älteste Weihnachtsmarkt und die Kulisse des Dresdner Altmarkt hat schon einen besonderen Zauber und der Blick auf die Frauen-und Kreuzkirche sowieso.






Danach ging es noch auf den Weihnachtsmarkt auf den Neumarkt. Ach, was war es wieder schön in eine andere Zeit und Welt einzutauchen. Ein Besuch lohnt sich wirklich.


Ich wünsche euch allen einen schönen 2. Adventsabend und einen guten Start in die neue Woche.



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